tagesdoku.









Hi, I am Isabel also known as Isa. Currently 20 I turn older on April, 8, so please send me gifts if you feel to :).
I am in a social year and especting to start college in October.
I like to take pictures and crafting.
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Manchmal fühlt sich das Leben zuckersüß wie Limonade an. Diesen ersten säuerlich-süßen Schluck möchte man eigentlich nicht mehr missen, aber irgendwann wird auch die beste Limonade zu süß.
Die Tage vergehen zu schnell für mich. Ich habe mich noch nicht an den nicht vorhandenen Schichtdienst gewöhnt (letzten Samstag verabschiedete ich mich aus dem Wohnheim mit einem weinenden und einem lachenden Auge…).
Die allerletzte FSJ-Woche ist vorbei, jetzt habe ich noch drei Wochen Urlaub mit anschließendem nichts. Toll.
Ich könnte kotzen. Ich dachte Afrika sei klar, einzig allein der Ankunftstag müsse noch festgelegt werden, schließlich bekam ich ja eine Zusage. Dann – STILLE. Ich habe jetzt noch einen Versuch die Stelle über eine Volontärin, die Anfang des Jahres dort war, zu erreichen oder zumindest heraus zu finden wie so sich einfach niemand zurück meldet (nicht nur bei mir, auch bei meiner Tante, die mir den Kontakt geschaffen hat).
Ich will weg aus Deutschland. Nicht für immer, nein. Aber über den Sommer. Nach Afrika. Es ist jedoch so gut wie unmöglich eine Stelle zu finden an der man nichts für die Arbeit die man leistet bezahlen muss (Deshalb wäre die Addis Abeba Sache ja perfekt gewesen…). Das finde ich nämlich bei den ganzen Organisationen so eine Sache. Die sind endlos teuer. Ich würde es verstehen, wenn ich mein Essen selbst bezahlen muss, aber das ist in Afrika ja nicht so teuer, ich denke nicht, dass es mehr als 150€ im Monat wären. Klar den Flug muss ich blechen, mit meinen Conections, die allerdings schon ein paar Wochen vorher Bescheid wissen muss, beschränkt sich der Preis für Hin- und Rückflug auf ca. 400 €. Macht maximal 800€ für zwei Monate, alles bis auf Ausflüge inklusive.
Am liebsten würde ich ja was Wildlife-mäßiges tun, aber das ist das teuerste überhaupt. Dabei kann ich das gar nicht verstehen, wenn ich mir viele der Projekt-Beschreibungen durchlese. (z.B. Elefanten beobachten und denen hinterher wandern macht 4 Wochen in freier Wildbahn, ohne einen Funken Zivilisation geschweige denn irgendwelchen Luxus (Kosten 2500€ plus Flug).
Wenn jemand irgend ein Projekt kennt, bei dem man günstig seine Arbeit als Freiwilliger kaufen kann für Mitte August bis Ende September egal wo in Afrika, immer her damit. Ich mache alles, bin engagiert und geh mit Spaß an meine Arbeit. Habe außerdem alle Impfungen und bin Startklar.
Aus Gründen habe ich Zeit für einen Zwischenurlaub. Toll fände ich irgendwie eine Reise durch Italien mit dem Auto bis Sizilien zum Ferienhaus einer Freundin (Reise wäre toll mit der Freundin, die aber wahrscheinlich nicht so dafür ist – außerdem wird das ganze an den Moneten scheitern. Träume.).
Tag 1:
Wir starten an der schönen Bergstraße und fahren an diesem Tag durch die Schweiz an den Lago Magiore, dort war ich schon einmal, jedoch am unteren Ende in Italien, wir werden aber auf der Schweizer Seite in Locarno nächtigen (Wohnwagen hätten wir auf dem Weg dorthin abholen können, ist aber unpraktisch wenn am Ziel ein Ferienhaus wartet, so müssen wir es uns im Zelt bequem machen. Vorzüglich eines was schnell aufzubauen geht).
Würden wir um 8:00 Uhr am Morgen starten, ohne Stau und mit insgesamt 1 Stunde Pause, so kämen wir so gegen 15:00 Uhr an. Wäre also gemütlich Zeit das Zelt aufzubauen, ein bisschen durch Locarno zu schlendern und sich am See auszuruhen.

Der eigentliche Plan dieses Wochenendes:
Donnerstag – Anreise in Aeschi (Nähe Interlaken, Thuner See)
Freitag – In die Flugschule gehen, Termin ausmachen; Bauer besuchen und Käse holen; Auf die alte Alp gehen
Samstag – morgens die neue Alp besuchen und zum Mittagessen wandern
Sonntag – Gleitschirmflug vom Niesen; Heimfahrt

Und so wie es wirklich war:
Donnerstag 10:30 Abfahrt, Ankunft bei Nieselregen gegen halb 4. Zeltaufbau bis halb 5. Dann Erkundung von Aeschi und anschließend Abendessen und Public Viewing.
Die ganze Nacht REGEN. Ständiges aufwachen durch a) Regenlautstärke oder b) eingeschlafene Gliedmaßen und daraus resultierende Umlagerung oder c) Kollision mit Nebenmann.
Freitagmorgen 7:30 – es regnet. Wo bleibt der Brötchenmann? Das Campingkiosk hat lediglich zwischen 19:00 und 20:00 offen (hää?!?). Schließlich in den Tea Room des Ortes. Aha. Dort frühstücken alle. 10 CHF pro Person (3 Weckli, ein Milchkaffee und 1 Marmelade).
Es regnet immernoch. Schlachtplan entworfen: Beatushöhlen, Bauer besuchen, vielleicht ist das Wetter dann besser.
Also ab in die Höhlen. Schade, dass man dort keine Fotos machen durfte (von wegen Behinderung der Führung, blabla). Kosten für einen Studenten 16 CHF. Leider danach immer noch REGEN.
Die Laune sinkt auf Gefrierpunkt.
Auf der Drachenrutsche gerutscht. Jetzt haben wir alle einen nassen Po. Laune immer noch doof.
Was nun? Erstmal einkaufen für die nächsten Tage. Dann zum Bauern Käse holen.
Immer noch regen. Es steht 1:0 für Serbien. Macht es auch nicht besser.
Irgendwann so um 3 sind wir auf der Alp. Ist kaum wieder zu erkennen. Straße geht nun bis ans Haus, alles noch Baustelle, Kuhstall umgebaut, der romantische Alp-Charme ist gewichen. Laune wird dadurch auch nicht besser.
Dann irgendwo zwischen Himmel und Erde eine Essenspause auf nassem Baumstamm im stetigen Nieselregen. Achja, wir waren zwischenzeitlich auch an der Flugschule. Das Wetter wird wohl nicht besser, also wird ein Flug in nächster Zeit nicht möglich sein. Laune unterhalb des Gefrierpunktes.
Was macht man dort, wo man entweder wandert oder sich die Zeit am See vertreibt wenn es nur schifft und man mit Zelt da ist? Einfach mal durch die Gegend fahren und schlechte Laune schieben.
Eigentlich wollten wir erst noch eine Nacht bleiben und am nächsten Tag zur neuen Alp fahren und dann danach heim, haben wir dann doch nicht gemacht und haben um 17:30 unser Zelt abgebrochen. Und sind heimgefahren. Bringt ja auch nüscht.
Demnächst: Spontane Fahrt dorthin bei schönem Wetter und dann der FLUG! Habe ja auch nur noch ca. zwei Wochen zu arbeiten und anschließend nur noch eine Woche Seminar.
